Irmgard List Keramik
Werkbeschreibung
1972
- Entdeckung des Werkstoffes Ton, eines Materials, das mich
inspirierte und das mir erlaubte, das auszudrücken, was tief in
mir ist, mein inneres Erleben.
Mehr als 35 Jahre habe ich mich
ganz der Arbeit mit diesem Werkstoff gewidmet.
Ich habe den
freien Aufbau gewählt, arbeite ohne Zuhilfenahme der
Töpferscheibe, da ich bei dieser Arbeitsweise nich
t
an die runde Form gebunden bin und somit die größtmögliche
Gestaltungsfreiheit für die Umsetzung meiner Ideen habe.
Es
ist schön zu sehen, wie aus ganz natürlichen, einfachen
Bewegungen und Arbeitsabläufen das Material Gestalt annimmt.
Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit Form, Volumen, Gleichgewicht,
Oberfläche und Spannung. Handwerkliche Kenntnisse und Kontrolle
des Materials sind wichtige Voraussetzungen. Sie sind erlernbar. Was
darüber hinausgeht, muss aus mir selbst kommen. Mein
Arbeitskonzept ist nicht starr festgelegt, die Form entsteht immer
erst beim Machen.
Während des Arbeitsprozesses bin ich
sensibel für Zufälligkeiten, die sich im Material ergeben
und erwäge, sie in die Arbeit mit aufzunehmen.
Ich habe
eine Vorliebe für erdhafte Oberflächen, will Übergänge
von Glätte zur Struktur darstellen. Kantige, strenge Formen
gehen über in Fließendes, Organisches.
Transformation,
Erosion, Fragmente – überall in der Natur vorkommend –
beschäftigen mich und sind in meinen Werken sichtbar.
Bevorzugt
arbeite ich mit grob schamottierten Westerwälder Tonen
(Steinzeug). Sparsam verwende ich nur wenige barium- und eisenhaltige
Glasuren auf Feldspatbasis, hauptsächlich, um den Kontrast von
glatter zu rauer Struktur zu unterstreichen. Manchmal reibe ich Oxyde
in die Oberfläche des Werkstückes ein, die, oberflächlich
wieder weggewischt, nur in den Vertiefungen haften bleiben.
In
letzter Zeit arbeite ich auch des öfteren mit
Porzellanmassen.
Alle mein Arbeiten sind bei 1250 °C im
Elektroofen in oxydierender Atmosphäre
gebrannt.
Lebenslauf
1945
geb. in Backnang
1972 erste Arbeiten mit Ton
(Autodidaktin)
1978 bis 2003 Lehrbeauftragte für Keramik
an der Lahn-Dill-Akademie und Jugend- kunstschule in Dillenburg
1990 Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler
(BBK)
2003 Umzug nach Arpaillargues et
Aureilhac/Frankreich
Teilnahme an einem interkulturellen
Workshop in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Archäologen aus
Rom in Tolfa (Italien). Aufbau von Holzöfen nach historischen
Plänen zur Herstellung von Bucchero (diesen Namen gaben die
Etrusker ihrer Schwarzbrand-Keramik). Dies bedeutete für mich
ein Zurückkehren zu den historischen Ursprüngen der Keramik
und hat mir viele Impulse für meine weitere Arbeit
gegeben.
Viele Lehrgänge und Workshops im In- und
Ausland, unter anderem auch zur mexikanischen, afrikanischen und
etruskischen Keramik.
Ausstellungen
Deutschland:
1978 Herborn, Hohe Schule
1982 Herborn, Hohe Schule
1985
Bad Schwalbach, Weinbrunnen
1985 Idstein, Killingerhaus
1986
Wiesbaden, Galerie Möhring
1990 Wetzlar, Stadthaus (BBK)
1990
Gießen, Kongresshalle (OKB)
1991 Kassel, Brüderkirche
(Landesausstellung BBK Hessen)
1991 Frankfurt, Paulskirche
1991
Dillenburg, Galerie der Lahn-Dill-Akademie
1992 Greifenstein, Burg
Greifenstein
1992 Wetzlar, Stadthaus
1996 Herborn, Alte
Färberei
1996 Gießen, Kongresshalle
1997 Dillenburg,
Zeitgleich (bundesweite Aktion des BBK)
1998 Wetzlar,
Stadthaus
2000 Gießen, Kongresshalle (BBK)
2003
Dillenburg, Lahn-Dill-Akademie
Frankreich:
1993 Dijon,
Maison du District
1994 Fontaine-les-Dijon, 22ème Salon
International des artistes
1995 Arpaillargues (Uzès)
Kontakt
Irmgard List, Hohlweg 10, 35091
Cölbe
Tel : (+49) 06427 925157
Irmgard List, 2 place du
Pouzet, 30700 Arpaillargues et Aureilhac
Tel : (+33)
04.66.22.44.42
E-Mail : dilist@freenet.de
Homepage „Haus-im-Süden -Aureilhac-“: http://list.onlinewebshop.net/Haus-im-Sueden